Kinder und Corona

Corona Pandemie 2020 grafisch dargestellt

Mit Corona haben die Kinder besonders zu leiden. Sie müssen in vielen Schulen in Mitteleuropa jetzt nicht nur im Kalten sitzen und ständig die Fenster zum Lüften offen halten, sondern dazu auch noch Masken tragen. Um welche Masken es sich dabei handelt, ist laut Gesetz nicht entscheidend, denn bis dato ist nicht vorgeschrieben, welche Bedingungen eine Mund-Nasenschutz erfüllen muss. So haben viele Eltern mit ihren Kindern in den letzten Monaten Masken aus Stoff genäht, um den Kindern das Tragen psychologisch ein wenig zu erleichtern. Dies kann aber den genau gegenteiligen Effekt haben. Ist die Maske aus einem dicken Stoff und lässt nur wenig Luft durch, so kann das Kind weniger Luft durch die Maske einatmen. Besser sind da schon eine vorproduzierte FFP1 Maske aus Papier oder leichtem Stoff. Sie muss entsprechende Standards erfüllen, um als FFP1 Maske qualifiziert werden zu können und ist die Leichteste in der Kategorie der Schutzmasken.

Bei Kindern ist jedoch in jedem Fall Vorsicht geboten. Der Grund liegt darin, dass Kinder ein kleineres Lungenvolumen haben und, falls die Maske groß ist, keine andere Luft als die in der Maske wieder einatmen können. Ihr Lungenvolumen reicht noch nicht aus, um zusätzlich durch die Maske hindurch Frischluft zu holen. Deshalb sollte so oft wie möglich bei Kindern die Maske entfernt werden, oder diese gar nicht erst aufgesetzt werden. Gerade kleine Kinder sind von diesem Umstand des geringen Lungenvolumens betroffen, man spricht vom sogenannten Totraum.

Laut Gerald Hüther, einem Neurowissenschaftler, verändert das Aufsetzen der Maske auch Gehirnstrukturen und neuronale Verschaltungen. Etwas Irritierendes ist vorhanden und der Mensch, speziell Kinder, müssen damit erst einmal klar kommen, dass sie das Gesicht des Gegenübers nur noch teilweise sehen können und vor dem eigenen Gesicht einen fetzen hängen haben. Der psychologische Effekt des Tragens von Masken ist dabei nicht zu unterschätzen. Es irritiert und behindert beim Atmen, aber auch beim Sprechen. Durch die Sprache drücken wir uns aus und kommunizieren mit unseren Mitmenschen.

Kinder werden nun jeden Tag daran erinnert, dass sie nicht mehr so mit ihren Freunden, Eltern und Mitmenschen kommunizieren können, wie vor der Pandemie. Sie erinnern sich vielleicht an die gefährdete Großmutter und daran, dass ihr eigener Atem die Großeltern gefährden könnte, ja dass sie als Person selbst gefährlich sind. Die psychologischen Auswirkungen dessen sind noch gar nicht auszudenken.
Auch der deutsche Psychiater Hans-Joachim Maaz spricht in einem Interview auf Youtube von diesem Umstand. Derzeit wird die gesamte Gesellschaft traumatisiert, vor allem aber die Kinder und die psychologischen Kollateralschäden seien noch überhaupt nicht abschätzbar. Der Psychiater Maaz kommt aus der DDR und hat die damaligen Drangsalierungen der Machthabenden studiert.

Was nun also tun? In erster Linie ist es wichtig, den Kindern Sicherheit zu geben und den Umgang mit der älteren Generation möglichst normal zu gestalten. Es ist keinesfalls die Schuld der Kinder, wenn Omi krank wird. Es ist zwar sinnvoll, Risikopatienten von Kindern zu trennen und möglicherweise derzeit auf digitale Formen der Kommunikation umzusteigen, jedoch ist es essenziell die Kinder in ihrer Not nun nicht alleine zu lassen.